„Jedem Kind ein Instrument“: Sechs neue Grundschulen starten nach den Sommerferi en

Programm „Jedem Kind ein Instrument“: Sechs neue Grundschulen starten nach den Sommerferien

Seit dem Beginn im Schuljahr 2009/10 an 62 Hamburger Grund- und Sonderschulen haben bis heute rund 60.000 Schülerinnen und Schüler im JeKi-Unterricht die ersten Schritte auf ihrem Wahlinstrument erlernt. Das Beste daran: es ist für die Eltern der beteiligten Kinder komplett kostenfrei. Dieses besondere Angebot als Teil des schulischen Musikunterrichts gibt es in dieser Form nur in Hamburg – und es wurde noch ausgeweitet. Dadurch können folgende sechs hoch motivierte Schulen in das Programm aufgenommen werden: die Astrid Lindgren Grundschule, die Grundschule Marienthal, die Grundschule Mendelstraße, die Grundschule Sinstorfer Weg, die Schule Kamminer Straße und die Schule Anna-Susanna-Stieg.

Mit dem Programm „Jedem Kind ein Instrument“ verwirklicht die Behörde für Schule und Berufsbildung das Konzept der Teilhabe an kultureller Bildung unabhängig von sozialer Herkunft. Dabei machen die JeKi-Kinder intellektuelle, emotionale und praktische Erfahrungen im Umgang mit der Musik, die sie in ihrer ganzen Persönlichkeit fördern, ihre körperliche und geistige Entwicklung unterstützen und der emotionalen und sozialen Entwicklung Impulse geben. „Wie bei gestandenen Musikerinnen und Musikern sind Zuhören, Nachmachen, Ausprobieren, Einander helfen, Zeigen, Üben, Zusammenspielen sowie Extraproben und Aufführungen Teil ihres Lebens geworden“, resümiert JeKi-Programmleitung Gabriela Huslage.

Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Neurobiologie belegen, dass Musik das Gehirn Grundstrukturen ausbilden lässt, auf denen kommende kognitive Fähigkeiten beruhen: Erinnerung, Wille, Fantasie, Planung, Aufmerksamkeit, Warten können. Dabei sind laut Prof. Eckart Altenmüller (Hannover) und anderen Forschern Musik und ihre Verarbeitung eine neuronale Höchstleistung und so komplex, dass sie das Gehirn verändern. Das regelmäßige Üben eines Instruments führe schon nach wenigen Monaten zu sichtbaren Veränderungen der Hirnstrukturen. Weitere Studien haben gezeigt, dass Grundschulkinder, die pro Woche zuverlässig zwei Stunden Musikunterricht haben, im Lesen, Schreiben und Rechnen schneller vorankommen und bessere Ergebnisse erzielen als Kinder ohne Musikunterricht. Zudem wird auf Sekundäreffekte verwiesen: Kleine Kinder, die musikalisch gefördert werden, erweisen sich in Konfliktsituationen nachweislich als hilfsbereiter und lösungsorientierter, empathischer, musikalisch trainierte Jugendliche verhalten sich häufig sozial kompetenter und sind allgemein schöpferischer.

Zahlen und Fakten:

  • Jedem Kind ein Instrument (JeKi) ist ein Programm der Schulbehörde und Teil des schulischen Musikunterrichts.
  • Im Mai 2025 wird das 15-jährige Bestehen von JeKi mit einem Jubiläumskonzert groß gefeiert.
  • Durch die Ausweitung um 6 neue Schulen und die Abkoppelung der Zweigstelle Schule Eschenweg von der Schule Ratsmühlendamm wird JeKi ab dem Schuljahr 2024/25 an insgesamt 69 Hamburger Grundschulen, ReBBZ und speziellen Sonderschulen stattfinden.
  • JeKi ist komplett kostenfrei (Unterricht, Leihinstrumente).
  • 60.000 Hamburger Kinder nahmen bzw. nehmen am Programm teil.
  • 220 Instrumentallehrkräfte kommen wöchentlich zusätzlich in die Schulen.
  • 2.000 Unterrichtsstunden JeKi werden wöchentlich gegeben.

Imagefilm JeKi: https://youtu.be/83LPgc_rWlQ

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