#Stadtteilschule #Stellingen: #Lost #Place in #Hamburg

In der Stadtteilschule Stellingen am Sportplatzring 73 ist die letzte Unterrichtsstunde schon eine Weile her… (Foto: Jasmin Tran)
Abi-Scherze extrem? Revolution der Lehrer? Schlichtweg Vandalismus? Wer vor der Stadtteilschule Stellingen am Sportplatzring 73 steht, stellt sich allerhand Fragen. Eingeschlagene Turnhallenfenster, zertrümmerte Stühle und Tische auf dem Pausenhof, Graffiti-Kunst überall. Sport, Chemie, Physik, alle Fächer fallen hier wohl erst mal aus. Tendenz – für immer.

Gebäudewand der Stadtteilschule Stellingen, ein verlassener Ort in Hamburg, mit Graffiti und fehlenden Fenstern
Lost Place in Hamburg: Ein Ausblick ohne Durchblick (Foto: Erik Brandt-Höge)
Die Schule steht leer, wird von Partyvolk ebenso besucht und verziert wie von Insta-Abenteurern und Nachbarskindern, die den Gebäudekomplex für ausgedehnte Versteckspiele nutzen. Der Sprung über den Zaun ist schließlich nicht schwer. Der Gang durch eines der Zaunlöcher noch weniger. Ruck, zuck ist man drauf auf dem Areal, das enorm viel Spannung in sich birgt. Sind in den Chemiesälen noch die ein oder anderen Pulver für Experimente zu finden? Kommt man an Gratis-Bunsenbrenner? Ist vielleicht sogar eine der berühmten blauen Matten aus dem Kabuf im Sportbereich abzustauben? Von Diebstahl ist natürlich abzuraten. Er wäre zudem unmöglich. Die ganze Schule ist kernentrümpelt. Nichts mehr in den Schränken, nichts mehr auf dem Mattenwagen.

Ein Besuch des Gebäudekomplexes, in dem einst die Sekundarstufe II der Stadtteilschule zu finden war (jetzt im Brehmweg 60), lohnt sich dennoch. Wo sonst kommt man so leicht an Nostalgiegefühle, an Erinnerungen an die eigene Schulzeit? Und wer weiß, wie lange das in diesem Hamburger Lost Place noch geht. Es heißt, ein Abriss für ein Neubaugebiet stehe an.

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