Ökumenische Arbeitsgemeinschaft feiert Jubiläum am Tag der lesbischen Sichtbarkeit

30 Jahre Lesben und Kirche Hamburg

Ökumenische Arbeitsgemeinschaft feiert Jubiläum am Tag der lesbischen Sichtbarkeit

Seit 1994 setzen sich lesbische Frauen in der Nordkirche für die Gleichstellung von Lesben in der Kirche ein. Anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens veranstaltet die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft Lesben und Kirche Hamburg (LuK) am heutigen Internationalen Tag der lesbischen Sichtbarkeit eine Podiumsdiskussion in der Familienbildungsstätte Eppendorf, an der auch Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank teilnimmt.

Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank: „Nur wer sichtbar ist, kann Veränderung bewirken. Für die Sichtbarkeit lesbischer Frauen in der Kirche setzt sich die Arbeitsgemeinschaft LuK Hamburg seit 30 Jahren mit viel Mut und Ausdauer ein. Lesbischsein in Verbindung mit dem christlichen Glauben selbstbewusst zu leben, ist ein ganz wichtiger Beitrag und ich danke der LuK für ihren Kampf gegen Diskriminierung und für Vielfalt und gratuliere sehr herzlich zum Jubiläum!“

Eva Burgdorf, Vorstand im Landefrauenrat Hamburg e. V.: „Als aktive Christin lesbisch zu leben, bedeutet für mich sichtbar als Lesbe zu werden und mich in der Zivilgesellschaft und in der Kirche für die Gleichstellung einzusetzen. Dafür braucht es Offenheit, Toleranz und Respekt. Und ein gesellschaftliches Klima, in dem Stereotype aufgelöst und sichtbare Vorbilder geschaffen werden. Für dieses Ziel steht die Arbeit der LuK Hamburg.“

Hintergrund:

Die LuK Hamburg ist Teil eines bundesweiten Netzwerkes, das sich für die Sichtbarkeit lesbischer Frauen in Kirche und Gesellschaft einsetzt. Der Hamburger Verein veranstaltet regelmäßige Netzwerktreffen und Diskussionsveranstaltungen. Dem ökumenischen Verein gehören evangelische, katholische und freikirchliche Frauen an, aber auch solche, die sich keiner Religion zugehörig fühlen.

Die bundesweite Vernetzung lesbischer Frauen in den Kirchen hatte 1985 begonnen. In Norddeutschland gründete sich Ende der 1980er-Jahre eine LuK-Gruppe. Die LuK Hamburg entstand 1994 und organisierte das umfangreiche Programm für lesbische Frauen zum Hamburger Kirchentag 1995.

Weitere Informationen unter: www.hamburg.lesben-und-kirche.de

Damit lesbisches Leben und lesbische Beziehungen stärker im öffentlichen Leben wahrgenommen werden, wird seit 2008 jährlich am 26. April der Internationale Tag der lesbischen Sichtbarkeit begangen. Der Tag wurde erstmals von einer spanischen LSBTIQ*-Organisation ins Leben gerufen, um lesbische Vielfalt und Kultur zu feiern.

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