Naturschutz in Westfalen – Neue Fotoausstellung im LWL-Museum für Naturkunde

Naturschutz in Westfalen
Neue Fotoausstellung im LWL-Museum für Naturkunde

Münster (lwl). Bis zum 18. August ist im LWL-Museum für Naturkunde in Münster innerhalb der Ausstellung "Vom Fach" eine kleine Bilderausstellung zum Thema "Naturschutz in Westfalen" zu sehen. Mit 27 Fotografien gibt Phillina Zuther Einblicke in die heimische Natur sowie in die Vielfalt der westfälischen Fauna und Flora.

Die geborene Schleswig-Holsteinerin Phillina Zuther kam nach Münster, um beim LWL-Medienzentrum für Westfalen ihre Ausbildung zur Fotografin zu machen. Anschließend fügte Zuther noch ein Gesellenjahr beim Medienzentrum an. Das LWL-Medienzentrum ermöglichte der jungen Fotografin, selbstständig zu arbeiten und ein eigenes Fotoprojekt umzusetzen. Gemeinsam mit dem Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) entstand die Idee, ein Projekt zum Thema "Naturschutz in Westfalen" umzusetzen. "Ich bin stolz, so ein großes Projekt von der Konzeptionierung bis zur Umsetzung und anschließender Präsentation in einer Ausstellung durchführen zu können", berichtet Zuther.

Die Fotografin präsentiert die Artenvielfalt und Biodiversität verschiedener Naturschutzgebiete in Westfalen. Beispielsweise stellt sie Vögel der Rieselfelder, einem Europäischen Vogelschutzgebiet und Europareservat für Wat- und Wasservögel, vor. Oder die Landschaft und Pflanzen im Naturschutzgebiet "Großes Torfmoor", einem Hochmoor auf dem Gebiet der Gemeinde Hille und Lübbecke. Auch ein naturnahes Wisentgehege von zirka 20 Hektar im Rothaargebirge bei Bad Berleburg wurde von Zuther fotografisch festgehalten.

"Ich gehe in meinen Fotos sowohl auf den Artenschutz als auch auf den Naturschutz ein", sagt Zuther." Die Erhaltung und Förderung von Naturräumen und wildlebenden Tierarten ist in Zeiten des Klimawandels noch einmal wichtiger und schwieriger geworden." Darum zeigt Zuther in ihrem Fotoprojekt nicht nur die vielfältigen Naturlandschaften Westfalens, sondern bezieht auch die Menschen ein, die sonst oft im Verborgenen bleiben, obschon sie den Erhalt der Natur- und Tierwelt mit viel Engagement sicherstellen.

Das LWL-Naturkundemuseum hat sich bei der Foto-Auswahl entschieden, die menschenbezogenen Aufnahmen zugunsten der Landschafts- Tier- und Pflanzenaufnahmen außen vor zu lassen. Alle Aufnahmen sind jedoch im Bildarchiv des LWL-Medienzentrums online zu finden.

Für die Fotografin ist dies ihre erste eigene Ausstellung. "Ich freue mich, denn das Naturkundemuseum ist für meine Fotografien genau der richtige Ort. Hier treffe ich auf das Publikum, welches Interesse an der Natur hat. Und diese Menschen möchte ich erreichen mit meinen Fotografien und sie noch mehr für die Natur in unserer unmittelbaren Umgebung sensibilisieren."

Eine Herausforderung beim Fotografieren war das Wetter. "Aus dem großen Torfmoor kam ich im Hochsommer mit 80 Mückenstichen", so Zuther. "Es war viel Geduld erforderlich. Zum Teil bin ich gezielt losgegangen, in der Hoffnung, bestimmte Tiere zu treffen und fotografisch festhalten zu können. Und in den Rieselfeldern habe ich mich mit einem Fachmann aus der Vogelwelt getroffen und eine Vogelzählung einen Tag lang begleitet. Ich habe bei meinen Fotostreifzügen erfahren dürfen, dass die Insekten- und Pflanzenwelt viel vielfältiger ist, als das, was wir aus unseren Gärten kennen. Wenn die Ausstellungsbesucher dies ebenfalls erkennen und vielleicht meine Bilder dazu beitragen, dass Besucherinnen und Besucher sich etwas intensiver mit der Natur und dem Ökosystem auseinandersetzen, dann habe ich viel erreicht."

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