„Kinderfreundliche Kommune“: Landkreis Stade macht sich auf den Weg – Pilotstudie geplant

„Kinderfreundliche Kommune“: Landkreis Stade macht sich auf den Weg – Pilotstudie geplant

Landkreis Stade. Der Landkreis Stade will „Kinderfreundliche Kommune“ werden und mit dem gleichnamigen Siegel ausgezeichnet werden. Die Kreispolitik unterstützt die Initiative von Landrat Kai Seefried, sich im Rahmen einer Pilotstudie über den Zeitraum von fünf Jahren mit jährlichen Kosten in Höhe von 20.000 Euro am Programm des Vereins „Kinderfreundliche Kommune“ zu beteiligen.

Der Verein ist Partner von Unicef Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk und vergibt in ihrem Auftrag das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Kinderrechte sind seit der Ratifizierung durch die Bundesrepublik 1992 in allen Bereichen durchzusetzen und anzuwenden – auch und gerade in den Kommunen und den kommunalen Verwaltungen. Dass den Interessen und Rechten der Kinder in Abwägungsprozessen nicht immer Vorrang eingeräumt wird, haben etwa die pandemiebedingten Schließungen von Schulen, Kindertagesstätten und Freizeiteinrichtungen bis hin zur Sperrung von Spielplätzen gezeigt.

Im Sommer soll es losgehen. Landkreis und Kommunen sollen dabei unterstützt werden, ihre Arbeit kinderfreundlicher zu gestalten. Die Teilnahme am Aktionsprogramm „Kinderfreundliche Kommune“ ergänzt ganz praktisch die koordinierenden und strukturschaffenden Aufgaben des Bildungsbüros. Die Anforderungen sind hoch. Bisher gibt es bundesweit erst einen weiteren Landkreis, der sich auf diesen Weg macht, berichtet die Leiterin des Bildungsbüros, Anke Heydorn: „Wir nehmen hier eine Vorreiterrolle ein.“

Kommunen, die sich für Kinder und ihre Rechte stark machen und aktiv einsetzen, tragen nicht nur aktiv zum Kinderschutz bei und setzen geltendes Recht um. „Wir setzen damit auch ganz bewusst ein Zeichen“, sagt Landrat Kai Seefried. „Die jungen Menschen sind uns wichtig. Wir beschäftigen uns mit zentralen Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit und wollen diese Haltung auch nach außen kommunizieren. So wird ein attraktiver Standortvorteil aus dem Vorhaben.“

240429lkstade – pm 132-2024 – Kinderfreundliche Kommune.pdf

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