Hofkonzert mit QWAIN – 07.09. 49. Bergedorfer Schlosskonzert Faszination Orient

Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass das im Jahresprogramm für den 12. Juli angekündigte Konzert mit den Los Flamenquitos nicht um 20 Uhr im Schlosshof stattfindet, sondern schon um 18 Uhr auf der NDR Bühne im Schlosspark im Rahmen des Stadtfestes kostenfrei zu erleben ist.

Für das morgige Konzert Musik für Minis am Sonntag um 15 Uhr im SerrahnEINS gibt es noch Karten an der Tageskasse. Das nächste Konzert ist dann am Sonntag 4. August.

Das nächste und letzte Hofkonzert in diesem Jahr findet am 30. August statt. Die Musiker:innen des Saxophon Quintetts QWAIN spielen bereits seit vielen Jahren zusammen und in der Musik verhält es sich letztlich wie mit einem roten Wein, je älter er ist, um so reifer und harmonischer wird er. Es erwarten Sie abwechslungsreiche, musikalische Farbkleckse in interessanten Arrangements verpackt. Karten können zu den Öffnungszeiten des Museums dort erworben oder bei mir vorbestellt werden.

Ich bitte den 7. September schon im Kalender einzutragen, damit niemand ein ganz besonderes Konzert verpasst. Das 49. Bergedorfer Schlosskonzert mit dem Titel "Faszination Orient" bringt äußerst rare und daher als ein kostbares Zeitzeugnis erhaltene Musik Persiens aus dem 17. und 18. Jahrhundert in den Saal im Bergedorfer Schloss. Ihre Überlieferung ist dem moldauischen Adligen Dimitrie Cantemir (1673-1723) zu verdanken. Cantemir, hochgebildet und voller Forscherdrang, wirkte als Historiker, Musiktheoretiker, Komponist, Geograph, Sprachwissenschaftler und Enzyklopädist. Im Exil in Konstantinopel erforschte er die Musik des Osmanischen Reiches und Persiens und komponierte selbst in diesem Stil. In seinem Buch Kitâbu ‚Ilmi’l-Mûsikí alâ Vechi’l-Hurûfât (Das Buch der schriftlichen Musikwissenschaft, veröffentlicht 1698) behandelte er nicht nur die Praxis von Melodie und Rhythmus Osmanischer und persischer Musik, sondern sammelte auch zeitgenössische und ältere Musik in einer von ihm selbst entwickelten Notation. Ohne seine verdienstvolle Publikation wäre diese heute verloren. Cantemir starb nördlich des heutigen Charkiw und wurde in Moskau begraben.

Der iranische Musiker und Musikwissenschaftler Arash Mohafez hat die von Cantemir überlieferte Musik Persiens erforscht, entziffert und Aufführungsmaterial für den heutigen Gebrauch erstellt. In Zusammenarbeit mit der Hamburger Ratsmusik, die in diesem Programm persische Titel europäischer Komponisten dieser Zeit vereint, schlägt eine faszinierende Zusammenstellung bisher unerhörter Musik die Brücke von West nach Ost.

Karten für dieses Konzert können zu den Öffnungszeiten des Museums dort erworben oder bei mir vorbestellt werden.



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