Hamburger Reeperbahn: Polizei schießt auf bewaffneten Mann

Stand: 16.06.2024 18:50 Uhr

Mitten im Fantrubel vor dem Fußball-EM-Spiel Niederlande gegen Polen ist es am Sonntagmittag auf der Hamburger Reeperbahn zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Ein Mann bedrohte mit einem Schieferhammer Polizisten und Passanten. Dann fielen Schüsse.

Nach Angaben der Polizei war der Mann aus einem Imbiss in der Silbersackstraße gekommen. Er habe „eine Art Spitzhacke“ in der Hand gehabt und in „bedrohlicher Weise“ gegen Polizeibeamte gerichtet, sagte ein Polizeisprecher. Polizistinnen und Polizisten hätten ihn aufgefordert, den Gegenstand hinzulegen. Der Mann habe sich jedoch weiter bedrohlich verhalten.

Mehrere Schüsse: Angreifer verletzt

Mehrere Beamtinnen und Beamte hätten versucht, den Bewaffneten mit Pfefferspray zu stoppen, sagte eine Polizeisprecherin. Der Mann habe darauf nicht reagiert und stattdessen noch versucht, einen Molotowcocktail zu zünden. Daraufhin hätten die Beamten von ihren Schusswaffen Gebrauch gemacht. Augenzeugen berichteten von mehreren Schüssen, die die Polizisten abgegeben hätten. Der Angreifer sei getroffen worden und werde nun in einem Krankenhaus medizinisch betreut, sagte der Polizeisprecher. Weitere Verletzte gibt es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Motiv unklar – Mann offenbar psychisch krank

Das Motiv des Angreifers ist noch unklar. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus, der sich möglicherweise in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Nach NDR Informationen handelt es sich um einen 39-Jährigen aus Buchholz in der Nordheide. Er soll bereits mehrfach wegen einer psychischer Erkrankung aufgefallen sein. Bei der Waffe handelte es sich um einen Schieferhammer, den zum Beispiel Dachdecker benutzen.

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