Europa 24: Was ist Literatur? – Europäische Autorinnen und Autoren im Dialog

Europa 24: Was ist Literatur? – Europäische Autorinnen und Autoren im Dialog

Am 29. und 30. Mai 2024 diskutieren im Literaturhaus Hamburg zwölf europäische Autorinnen und Autoren

Im Vorfeld der Europawahl 2024, vom 29. bis 30. Mai 2024, begegnen sich im Literaturhaus Hamburg hochkarätige Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Regionen Europas zu politisch-ästhetischen Debatten. Bei dem von der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS und der Behörde für Kultur und Medien geförderten Projekt Europa 24: Was ist Literatur? kommen zwölf Denkerinnen und Denker mit unterschiedlichen Hintergründen, mit klaren Positionen und Diskutierfreude sowie mit bemerkenswerten literarischen Werken zu Wort. Der Vorverkauf für die Abendveranstaltungen läuft.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „In der heutigen Weltlage kann das, was uns Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu sagen haben, Orientierung bieten und Perspektiven öffnen. Von Margaret Atwood bis Feridun Zaimoğlu: Schon immer haben sie es verstanden, aktuelle Strömungen zu analysieren und fassbar und verständlich zu erzählen. Ich freue mich, dass so viele renommierte Autorinnen und Autoren im Vorfeld der Europawahl der Einladung des Literaturhauses folgen, um gemeinsam darüber nachzudenken, welche Chancen uns das aktuelle Europa bietet und wie wir sie am besten nutzen.“

Christine Neuhaus, Hauptbereichsleiterin Förderungen der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS: „Seit jeher haben Autorinnen und Autoren sich die Fragen gestellt: „Was ist Schreiben?“, „Warum Schreiben?“ und „Für wen schreibt man?“. Ein berühmtes Beispiel ist Sartres Essay »Qu’est-ce que la littérature?« von 1947, worin er sich für eine gesellschaftsverändernde Rolle der Literatur aussprach. Siegfried Lenz wiederum geht in einem Interview 1976 zwar auch davon aus, dass ein Schreibender immer Stellung zu seiner Zeitgenossenschaft bezieht, weist in dem Zusammenhang aber auf die Gefahren eines zu großen politischen Engagements hin: der Schriftsteller könne so zum Diener der Aktualität werden und seine kreativen Impulse verschütten. Vor dem Hintergrund der zahlreichen Krisen, mit denen Europa konfrontiert ist, bin ich gespannt, wie Autorinnen und Autoren heute darüber denken und freue mich auf die Debatten im Literaturhaus Hamburg.“

Das Publikum ist an beiden Abenden eingeladen, zwei aufeinanderfolgende, ca. 75-minütige Panels mit jeweils drei Autorinnen und Autoren mitzuverfolgen – vor Ort oder im Livestream. Die Veranstaltungen finden auf Englisch mit deutscher Simultanverdolmetschung statt.

Im ersten Panel beginnt die Diskussion von Francesca Melandri, Dorota Masłowska und Fiston Mwanza Mujila, aktueller Träger des Preises der Literaturhäuser, bei der Frage »Warum schreiben?«. Im zweiten Panel tauschen sich Alain Mabanckou, Monica Ali und Nino Haratischwili darüber aus, für wen Autorinnen und Autoren schreiben. Das dritte Panel mit Sasha Marianna Salzmann, Aris Fioretos und Drago Jančar ist mit »Wer schreibt?« übertitelt. Im vierten Panel sprechen Zsófia Bán, Arnon Grünberg und Tanja Maljartschuk darüber, was Literatur heute bedeutet. Panel 1 und 2 finden am Mittwoch, Panel 3 und 4 am Donnerstag jeweils ab 19:00 Uhr statt.

Tagsüber diskutieren die zwölf Autorinnen und Autoren ohne Publikum. Den Workshops zugrunde liegen Statements, die die Autorinnen und Autoren im Vorfeld verfasst haben werden. Natascha Freundel und Rosie Goldsmith leiten die Diskussionen und moderieren die Abendveranstaltungen.

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