10. Symphoniekonzert der Symphoniker Hamburg

Mitleidenschaften

Cambreling dirigiert Turangalîla

Für den Abschluss der Saison im 10. Symphoniekonzert am Sonntag, 16. Juni 2024, um 19:00 Uhr im Großen Saal der Laeiszhalle sowie am Montag, 17. Juni 2024, 20:00 Uhr im Großen Saal der Elbphilharmonie hat sich Chefdirigent Sylvain Cambreling wieder etwas ganz Besonderes für sein Programm ausgewählt: Olivier Messiaens Turangalîla-Symphonie. Die Turangalîla-Symphonie ist eine monumentale Errungenschaft in der Musik des 20. Jahrhunderts und spiegelt Olivier Messiaens einzigartige Stimme und seinen visionären Ansatz in der Komposition wider. Ihre Verschmelzung traditioneller und innovativer Elemente, ihr tiefgründiger thematischer Inhalt und ihre schillernde Orchestrierung fesseln nach wie vor das Publikum und inspirieren Musiker weltweit. Diese Symphonie ist nicht nur ein Zeugnis von Messiaens Genie, sondern auch eine tiefgreifende Erforschung der menschlichen Erfahrung, die Zeit und Raum durch die universelle Sprache der Musik überwindet.

Olivier Messiaens Turangalîla-Symphonie ist eines der berühmtesten und ehrgeizigsten Werke des 20. Jahrhunderts. Die zwischen 1946 und 1948 komponierte Symphonie für großes Orchester, Soloklavier und das selten zu erlebende Instrument Ondes Martenot ist eine kühne und lebendige Erkundung von Themen wie Liebe, Zeit und Transzendenz. Der aus dem Sanskrit stammende Titel bedeutet frei übersetzt »Liebeslied und Hymne der Freude, der Zeit, der Bewegung, des Rhythmus, des Lebens und des Todes« und fasst das Wesen des umfangreichen und eklektischen Werks treffend zusammen.

Die reichhaltige und farbenfrohe Orchesterbesetzung der Symphonie umfasst einen großen Orchesterapparat mit einer deutlich erweiterten Schlagzeuggruppe, einem Soloklavier und der Ondes Martenot, einem elektronischen Instrument, das für seinen unheimlichen, dem Theremin gleichenden Klang bekannt ist. Die Ondes Martenot spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung der jenseitigen und mystischen Atmosphäre, die die Symphonie durchdringt.

Messiaens tiefer katholischer Glaube und seine Faszination für die Natur, die Zeit und den Kosmos sind in der Turangalîla-Symphonie deutlich spürbar. Der Komponist verarbeitet eine Vielzahl musikalischer Einflüsse, von den Rhythmen der hinduistischen und altgriechischen Musik bis hin zu Vogelgesang und seiner eigenen synästhetischen Wahrnehmung von Klang und Farbe. Die immer wiederkehrenden Themen der Liebe und Freude werden durch schwebende Melodien, komplizierte Harmonien und komplexe rhythmische Strukturen dargestellt.

10. Symphoniekonzert

So, 16.06.2024 // 19:00 Uhr // Laeiszhalle Großer Saal

Mo, 17.06.2024 // 20:00 Uhr // Elbphilharmonie Großer Saal

Olivier Messiaen: Turangalîla-Symphonie

Dirigent: Sylvain Cambreling
Klavier:
David Kadouch
Ondes Martenot:
Nathalie Forget

Karten: symphonikerhamburg.de, elbphilharmonie.de, (040) 357 666 66, Konzertkassen

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